Wir über uns
Der Bezirk des Amtsgerichts Cochem ist dem des Landkreises Cochem-Zell identisch.
Zuständigkeiten
Es ist zuständig für alle amtsgerichtslichten Angelegenheiten und Verfahren, mit Ausnahme des Register- und Mahngerichts; für Registerangelegenheiten ist das Amtsgerichts Koblenz und für Mahnsachen das Amtsgericht Mayen zuständig.
Personal
Beim Amtsgericht Cochem sind 6 Richter, 8 Rechtspfleger, 10 mittlere Beamte, 12 Justizbeschäftigte, 3 Wachtmeister und 3 Gerichtsvollzieher beschäftigt. Der Amtsgerichtsbezirk umfasst ca. 65 000 Einwohner.
Geschichte des Amtsgerichts
Mit dem 01.10.1879 wurde Cochem Sitz des Amtsgerichts.
Es trat an die Stelle der früheren 3 Friedensgerichte der Kantone Cochem, Lutzerath und Treis. Als Richter fungierten der bisherige Friedensrichter Justizrath, jetzt Amtsgerichtsrath, Philipp Herbel � dieser zugleich als aufsichtsführender Richter � und der bisherige Friedensrichter von Treis Dr. Gustav Scheeler, als Gerichtsschreiber Jakob Lehmacher und Ludwig Stark, seither in Treis. Als Vertreter der Staatsanwaltschaft wurde Bürgermeister Breuer und als Stellvertreter der beigeordnete Poertzgen ernannt. Die Grundsteinlegung des Amtsgerichtsgebäudes erfolgte im Jahre 1891; bereits am 03.10.1892 konnte das Amtsgerichts-und Gefängnisgebäude bezogen werden.
Am 01.04.1911 wurden 15 Orte der Bürgermeisterei Kaisersesch aus dem Amtsgerichtsbezirk Cochem ausgegliedert und dem Amtsgericht Mayen zugeschlagen. Die Bahnverbindung Gerolstein � Mayen war wohl hierfür ausschlaggebend. Gleichzeitig kamen die Orte Briedern, Mesenich und Beilstein aus dem Amtsgerichtsbezirk Zell zum Amtsgericht Cochem. In Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem 2. Weltkrieg, der eine Zunahme der amtsgerichtlichen Geschäfte herbeiführte, reichten die bisherigen Räumlichkeiten nicht mehr aus; deshalb erfolgte in den Jahren 1960/61 ein Anbau.
Die am 01.04.1911 festgelegten Grenzen des Amtsgerichtsbezirks Cochem hatten Bestand bis zum 01.01.1967. Mit dem Inkrafttreten des 1. Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz vom 28.07.1966 erfolgte die Auflösung des Amtsgerichts Kastellaun. Die Orte Mörsdorf und Zilshausen sowie die 15 Orte der vorgenannten Bürgermeisterei Kaisersesch wurden dem Amtsgericht Cochem zugeschlagen.
Eine abermalige Vergrößerung des Amtsgerichtsbezirks Cochem erfolgte zum 01.04.1971 durch das 10. Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz vom 21.12.1970. Hierdurch kamen alle Gemeinden des aufgelösten Amtsgerichts Zell, mit Ausnahme der Ortsgemeinde Mastershausen, zum Amtsgericht Cochem. Seitdem ist der Amtsgerichtsbezirk Cochem identisch mit dem jetzigen Kreisgebiet Cochem-Zell (rund 65000 Einwohner).
Im Hinblick auf die Einführung von Serviceeinheiten und SOLUM-STAR (elektronisches Grundbuch) musste das Amtsgerichtsgebäude in den Jahren 1999/2000 durch einen Erweiterungsbau noch einmal vergrößert werden.
