Geschichte
|
Geschichte |
Ludwigshafen am Rhein als Gerichtsort besteht seit dem Jahre 1861. Vorher oblag die Ausübung der Rechtspflege dem Kantongericht in Mutterstadt als Hauptort des Kantons Mutterstadt. Am 1. Januar 1861 wurde Ludwigshafen zum Kantonshauptort bestimmt und das königliche Landgericht nach Ludwigshafen verlegt. Dieses hatte seinen Sitz zunächst im Gemeindehaus und seit 1877 in einem eigenen Gebäude in der Amtsstraße. Anfangs war dieses Gericht mit einem Richter besetzt.
Ludwigshafen entwickelte sich schnell zu einer Industrie- und Handelsstadt und im Laufe der Jahre zur Großstadt. Im Jahre 1926 war das Gericht mit 15 Richtern besetzt und auch die Zahl der Beamten und Angestellten nahm stetig zu. Da in den bisherigen Gebäuden keine Erweiterungsmöglichkeiten bestanden, wurde im Mai 1927 mit einem Neubau in der Wittelsbachstraße begonnen.
Am 30. September 1929 konnte dann das neue Amtsgerichtsgebäude eingeweiht werden.
Während des Krieges 1939/1945 wurde das Amtsgerichtsgebäude wiederholt durch Luftangriffe schwer beschädigt. Erst 1954 wurde der völlig zerstörte linke Flügel des Hauptgebäudes wieder aufgebaut.
Seit dem Jahre 1861 standen dem Amtsgericht vor:
1861 - 1866 Landrichter Fasciola
1866 - 1889 Oberamtsrichter Culmann
1889 - 1913 Amtsgerichtspräsident Pauli
1913 - 1929 Amtsgerichtspräsident Jung
1929 - 1935 Amtsgerichtspräsident Dexheimer
1935 - 1945 Amtsgerichtsdirektor Dr. Teicher
1945 - 1949 Amtsgerichtsdirektor Wagner
1949 - 1969 Amtsgerichtsdirektor Veith
1969 - 1980 Direktor des Amtsgerichts Krebs
1980 - 1992 Direktor des Amtsgerichts Massar
1992 - 2004 Direktor des Amtsgerichts Haindl
seit 2004 Direktor des Amtsgerichts Schreiner
