Sonstige Informationen
In der Jugendarrestanstalt befindet sich eine Geschäftsstelle des Pfälzischen Vereins für Soziale Rechtspflege Vorderpfalz e.V., der sich um die Belange jugendlicher Strafentlassener im Einzugsbereich Worms und um die Jugendlichen in der Jugendarrestanstalt bemüht.
Die Bankverbindung des Vereins lautet:
Volksbank Worms-Wonnegau
BLZ: 553 900 00
Konto: 23 221
Ansprechpartner: Frau Anita Keilhauer, Amtsinspektorin, Telefon: 06241/905 164
Leitlinien für die Gestaltung des Jugendarrestes
Die Jugendarrestanstalt will erzieherische Arbeit leisten mit dem Ziel, dem Jugendlichen und Heranwachsenden Hilfestellung bei der Bewältigung seiner Schwierigkeiten zu geben, aber auch vermitteln, dass das Einhalten von Regeln im täglichen Zusammenleben notwendig ist.
Der in der Jugendarrestanstalt Worms praktizierte Arrestvollzug betrifft Themen und Problembereiche aus der alltäglichen Lebenswelt der Jugendlichen.
Unsere Ziele die dem Arrestanten helfen sollen
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Fortsetzung des abweichenden Verhaltens vorzubeugen;
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das Selbstwertgefühl zu fördern;
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Konfliktsituationen zu erkennen und sich mit ihnen auseinandersetzen;
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Kommunikations- und Kontaktschwierigkeiten wahrzunehmen und zu beheben;
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Zukunftsperspektiven für eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung aufzuzeigen;
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das Bewußtsein von Tatverantwortung zu wecken und das Einstehen für begangenes Unrecht zu lernen;
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Bewußtmachen der derzeitigen Lebenssituation;
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Kreativität fördern;
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sinnvolle Freizeitmöglichkeiten für sich zu entdecken.
Das Ziel des Arrestes ist es also, den Jugendlichen durch erzieherische Kurse, Beratung, Sport und gemeinsame Freizeitgestaltung sozial zu fördern. Die Chancen der sozialen Integration nach der Entlassung sollen erhöht werden, soweit dies überhaupt durch die Kürze der Zeit möglich sein kann. An diesem Erfordernis der erzieherischen Zielsetzung hat sich die Gestaltung des Arrestvollzuges auszurichten. Schon aus der kurzen Verweildauer der Jugendlichen im Arrestvollzug sind dem Erziehungsgedanken des Jugendgerichtsgesetzes Grenzen gesetzt.
Dennoch können ihnen während des Vollzuges konkrete Lern- und Erziehungsmöglichkeiten vermittelt und praktische Lebenshilfen angeboten werden.
Oftmals handelt es sich um Dinge, die sie außerhalb des Arrestes nicht wahrnehmen, denen sie sich aber innerhalb der Anstalt nicht entziehen können und meist auch gar nicht wollen. Nach einer recht kurzen Phase der Eingewöhnung gelingt es häufig, eine Atmosphäre der Freiwilligkeit zu schaffen und die Jugendlichen zu motivieren, bereitwillig an vielen Angeboten teilzunehmen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.
Der Jugendliche soll im Arrest ein geregeltes Leben kennenlernen, sich ordentlich und zuverlässig verhalten, Anerkennung in der Gruppe finden und diese Verhaltensweisen auch möglichst nach seiner Entlassung praktizieren.
Folgende konkrete Angebotsmaßnahmen werden derzeit durchgeführt
In Einzelgesprächen und Gruppenveranstaltungen mit sozialen Trainingsinhalten soll den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, über Probleme in der Familie, im Freundeskreis, in der Schule, am Arbeitsplatz, mit Abhängigkeiten und im Umgang mit Geld zu sprechen und zu reflektieren, eigene Schwierigkeiten zu erkennen, Lösungsmöglichkeiten zu finden und soziale Probleme zu meistern.
Im Werkraum (Bastelraum) soll ihnen Gelegenheit gegeben werden, einzelne Arbeitsvorgänge zu erlernen und das Erfolgserlebnis vermittelt werden, eigenständig einen brauchbaren Gegenstand herzustellen.
Hierzu zählt die Arbeit mit Holz, Ton und Speckstein.
Weitere pädagogische Maßnahmen sind Sport. Momentan zählen dazu: Jogging, Erlebnispädagogik, Ballspiele, Fitness- und Kraftübungen und Fahrradfahren. Hier soll der Jugendliche wieder Körperbewußtsein erfahren, Kondition trainieren und Gruppenverhalten erlernen.
In Verbindung mit Verkehrstraining, Bewerbertraining, Schuldeninformationsprogramm, Suchtgruppen, Backgruppen, Gruppen zum Umweltschutz, Kulturgruppen und Gesprächsgruppen werden auch außerhalb der Anstalt Veranstaltungen wahrgenommen. Es wurde bereits das AKW in Biblis besucht, Wasserwerke besichtigt, ein Schilfklärwerk mehrfach unter fachkundiger Anleitung besucht, ebenso ein Maschinenwerk.
Diese Außentermine werden stets mit unseren Fahrrädern angefahren, ein Dienstfahrzeug gibt es in der Anstalt nicht.
Außenarbeiten (Beschäftigung) finden, sofern Arbeit vorhanden, "Arrestanten halten Worms sauber".
Hierbei werden ca. 4 bis 6 Jugendliche zu Reinigungsarbeiten unter Aufsicht, die in öffentlichen Parkanlagen Müll einsammeln, eingesetzt.
