Fleisch und Wild
Bei der Gewinnung von Fleisch hat sich seit über 100 Jahren die amtliche Schlachttier- und Fleischuntersuchung bewährt, die mit der klinischen Untersuchung der lebenden Tiere beginnt und nach der umfassenden Fleischuntersuchung jedes einzelnen Schlachtkörpers mit einer Beurteilung abgeschlossen wird. Bei Auffälligkeiten werden weitergehende Maßnahmen wie bakteriologische oder spezielle rückstandsanalytische Untersuchungen, aber auch sensorische Tests, z.B. zur Feststellung des Ebergeruches, durchgeführt. Bei Schweinen ist in Deutschland die Untersuchung auf Trichinellen obligatorisch.
Seit Jahren werden im Rahmen eines europaweit geltenden Rückstandskontrollplanes an allen Nutztieren Untersuchungen auf Umweltkontaminanten, Tierarzneimittel, chlorierte Kohlenwasserstoffe und Futterzusatzstoffe durchgeführt.
Die Ergebnisse der jährlich allein in Rheinland-Pfalz untersuchten über 9000 Proben (Tiere) lassen folgende Rückschlüsse zu:
- die Verbote der Anabolikaanwendung werden in Rheinland-Pfalz eingehalten;
- die Nachweise von Bioziden und Schwermetallen liegen in der Regel deutlich unterhalb der Richtwerte, bei Schwermetallen gibt es regionale Problemgebiete;
- der Anteil hemmstoffpositiver Stichproben von Fleisch beträgt weniger als 0,5%.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass Fleisch ein weitgehend rückstandsfreies, hygienisch-toxikologisch unbedenkliches Lebensmittel ist.
