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Startseite  >  Verbraucherschutz  >  Lebensmittel- und Bedarfs- gegenständeüberwachung  >  Lebensmittel  >  Fleisch und Wild  >  Trichinellen

Fleischhygiene Trichinellen


Ein Befall mit Trichinellen verursacht bei Menschen an den unterschiedlichsten Körperstellen sehr starke Schmerzen. Häufig sind Augenmuskulatur und Augenlidmuskeln sowie die am besten trainierten und somit am besten durchbluteten Körperteile am stärksten betroffen.

Die Ansteckung erfolgt über den Verzehr von rohem Fleisch.

Hauptwirte der Trichinellen sind Schweine, Wildschweine, Füchse, Dachse, Ratten und Menschen. Sie werden ferner bei Bären, Hunden, Katzen, Sumpfbibern, Iltissen, Mardern, Mäusen und anderen Tieren gefunden. Infizierbar sind aber auch Kaninchen, Meerschweinchen, Lämmer, Rinder und Pferde. Für die Weiterverbreitung der Trichinen kommen vor allem Füchse, Dachse, Ratten, Schweine und Hunde in Frage.

Trichinellen können in sehr großer Zahl vorhanden sein. In einem Gramm Fleisch wurden schon 1.200 bis 1.500 Trichinellen gezählt. Sie bevölkern nicht alle Muskeln gleichstark. Lieblingssitze sind die muskulösen Teile des Zwerchfells, Kehlkopf- und Zungenmuskeln sowie Zwischenrippen und Bauchmuskeln. Besonders zahlreich finden sich die Trichinellen in der Nähe von Sehnen und am Knochenansatz. Die Krankheit, die beim Menschen durch die Infektion mit Trichinellen erregt wird, heißt Trichinose. Sie beginnt mit heftigem Magen-Darm-Katarrh. Später treten schwere Muskelerscheinungen (Schwellungen, Lähmungen, Schmerz) auf. Ferner werden Ödeme, besonders an den Augenlidern und im Gesicht, Fieber und Abgeschlagenheit beobachtet. Das akute Krankheitsgeschehen dauert in der Regel 4 bis 6 Wochen. Die Krankheit kann auch für den Menschen tödlich enden.

In Deutschland ist die Trichinenschau bei der Schlachtung von Schweinen seit 1937 obligatorisch. Die positiven Nachweise von Trichinellen beschränken sich in Deutschland seit Jahren auf Funde bei Wildschweinen. Trichinellen bei Hausschweinen konnten insbesondere durch Hygienemaßnahmen bei Fütterung und Haltung, verbunden mit der lückenlosen amtlichen Untersuchungspflicht zurückgedrängt werden.

Auch in Rheinland-Pfalz wurden in den vergangenen Jahren regelmäßig bei einzelnen Wildschweinen Trichinellen nachgewiesen. Amtliche Maßnahmen waren in diesen Fällen die unschädliche Beseitigung der Tierkörper sowie die Untersuchung von erlegten Füchsen im Umfeld der Herkunft der positiven Wildschweine. Füchse gelten als Hauptwirte der Trichinellen.