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Einsatz der Gentechnik im Lebensmittelbereich


Dass der Mensch versucht, Pflanzen und Tiere in seinem Sinne zu verändern, ist nichts Neues. Mit Hilfe der bekannten züchterischen Verfahren, deren Ziel es ist, ausgewählte Merkmale auf die Nachkommen zu vererben, haben wir uns bereits weit von den Urformen entfernt. Während bei der Züchtung eine Neukombination der Erbinformationen von beiden Elternteilen stattfindet, können mit Hilfe der Gentechnik Erbanlagen für einzelne gewünschte Eigenschaften übertragen werden. Das wesentlich Neue an der Gentechnik ist dabei, dass dies über Artgrenzen hinweg - und damit beispielsweise auch von Pflanzen auf Tiere oder von Menschen auf Mikroorganismen - möglich ist. Somit können Organismen mit Eigenschaften entstehen, die ohne diese Technik wohl niemals vorkommen würden. Dabei sind selbstverständlich die mit dieser Technik verbundenen Risiken (z.B. hinsichtlich der Ökosysteme oder der Sicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher) zu beachten.

Bei Nutzpflanzen hat man zunächst vor allem versucht, sie gegen Krankheiten bzw. Schadorganismen resistent zu machen oder ihnen Toleranz gegen bestimmte Pflanzenschutzmittel zu verleihen.  Weitere Arbeiten sind auf die Veränderung der Inhaltsstoffe ausgerichtet (z.B. Veränderung des Nährwertes, Produkte ohne besonders relevante allergene Verbindungen).

Bei Nutztieren will man die Wachstumsrate beschleunigen oder die Fleischqualität verbessern. Gentechnisch veränderte Mikroorganismen (z. B. Bakterien) werden bereits für die Produktion verschiedener Stoffe, wie z. B. dem Geschmacksverstärker Glutamat oder dem Süßstoff Aspartam, oder auch von Enzymen, eingesetzt. Weitere Informationen über die Gewinnung von Zusatzstoffen mit Hilfe der Gentechnik sind unter www.transgen.de zu finden.